Save Me! – Frankfurt sagt ja zum Flüchtlingsschutz
Weltweit
sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und existenzieller Not. Viele von ihnen sind gezwungen in Flüchtlingslagern zu leben, oft jahrelang und unter menschenunwürdigen Bedingungen. Da eine baldige Rückkehr in das Herkunftsland aufgrund der dort unveränderten Zustände oder wegen des persönlichen Verfolgungsschicksals häufig unmöglich ist und zugleich keine Chance auf Integration im Zufluchtsland besteht, befinden sich Tausende Menschen in einer perspektivlosen Situation.
Deutschland
gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und verfügt über die Infrastruktur und das Rechtssystem zur Aufnahme und langfristigen Integration von asylsuchenden Menschen. Zusätzlich ist in den letzten 10 Jahren die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland um über 80% zurückgegangen, wodurch genügend Kapazitäten da sind, Schutzsuchende nun auch auf einem alternativen Weg aufzunehmen.
Die Idee
besteht darin, Menschen, die in ihrem momentanen Zufluchtsland keine Zukunftsperspektive haben in einem Drittstaat ein Leben in Würde und eine dauerhafte Integration zu ermöglichen. Dazu notwendig sind unter anderem Aufenthaltssicherheit, Familienzusammenführung, Integrationskurse, freier Zugang zum Arbeitsmarkt, freie Wohnortwahl und das Recht auf Sozialleistungen. Dieses als Resettlement bezeichnete Programm zum individuellen Flüchtlingsschutz wird maßgeblich vom UNHCR (Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen) unterstützt und bereits von vielen europäischen Staaten erfolgreich durchgeführt (z. B. Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden). Personen, die in das Programm aufgenommen werden sollen, müssen Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention und darüber hinaus besonders schutzbedürftig sein (darunter sind z. B. Folteropfer, traumatisierte Flüchtlinge, Minderjährige, allein erziehende Frauen und ältere Menschen).
Die Save-Me Kampagne
möchte erreichen, dass sich auch Deutschland verpflichtet, jedes Jahr ein bestimmtes Kontingent an Flüchtlingen aufzunehmen und zu integrieren. Hierzu sollen die einzelnen Bürger der Städte und Gemeinden gut informiert und als Unterstützer gewonnen werden, außerdem soll eine Zustimmung des Stadt- oder Gemeinderates zur Aufnahme von Flüchtlingen erreicht werden. Schließen sich viele Städte und Kommunen der Kampagne an, so kann durch eine Bewegung von unten, ausgehend vom Einzelnen, ein Beschluss auf Bundesebene erreicht werden.
Frankfurt
180 Nationalitäten, 200 Sprachen, internationalste Stadt Deutschlands, Sitz des ersten deutschen Parlaments - Wo sonst können Schutzsuchende besser integriert werden als in der weltoffenen Mainmetropole? Und steht eine Kampagne, die auf den Zuspruch und die Unterstützung des einzelnen Bürgers angewiesen ist, nicht in der langen demokratischen Tradition dieser Stadt? Deshalb: Frankfurt sagt ja! – Wir sind bereit, unseren Teil zu einem effektiven Flüchtlingsschutz beizutragen!
sagt ja!
Jeder, der die Kampagne befürwortet und sie mit seinem Namen unterstützen möchte, kann sich auf dieser Seite als Unterstützer/in eintragen.

