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Hintergrundinformationen zu Resettlement

Was ist eigentlich Resettlement?

Resettlement bedeutet die dauerhafte Aufnahme und Integration von Flüchtlingen aus Krisenregionen durch sichere Staaten. Schutzbedürftige Flüchtlinge werden in Krisengebieten ausgewählt und in ein Aufnahmeland gebracht, wo sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen und integriert werden. Für diese Flüchtlinge bedeutet das, dass sie aus der unsicheren Situation in Flüchtlingslagern herausgeholt werden und einen sicheren Ort und eine Lebensperspektive bekommen.

Warum ist Flüchtlingsaufnahme ein notwendiges Mittel für den Flüchtlingsschutz?

Mit der zunehmenden Schwierigkeit, in sichere Staaten zu fliehen, kommen in Europa nur noch „die Fittesten“ an, diejenigen, die Geld, Einfluss, viel Zähigkeit und Glück haben. Viele, besonders Frauen und Kinder, schaffen es nicht. Resettlement setzt hier an, indem es lange, gefährliche und teure Fluchtwege vermeidet. Resettlement kann Asyl nicht ersetzen, sondern ist eine notwendige Ergänzung des Flüchtlingsschutzes. Bei Resettlement geht es immer um verhältnismäßig geringe Zahlen und besonders schutzbedürftige Personen.

Warum die SAVE ME-Kampagne?

Angesichts der Tatsache, dass immer weniger Flüchtlinge Deutschland erreichen können und immer weniger von diesen hier auch Schutz zuerkannt bekommen, brauchen wir eine echte Perspektive für eine verantwortliche Flüchtlingspolitik. Flüchtlingsaufnahme eröffnet eine solche Perspektive, weil durch die Initiative das Flüchtlingselend in Krisengebieten mit der Verantwortung für diese Flüchtlinge in Deutschland verbunden wird. Ziel der Initiative ist deshalb vor allem, Anstöße für eine öffentliche Diskussion zur Verbesserung des Flüchtlingsschutzes zu geben.

Welche rechtlichen Möglichkeiten und Grundlagen gibt es ?

Die Regierung kann beschließen, ein bestimmtes Kontingent Flüchtlinge aufzunehmen. Aufenthaltsrechtlich bietet sich vor allem der § 23.2. Aufenthaltsgesetz. Er erlaubt die Aufnahme schutzbedürftiger Personen und die Vergabe eines Aufenthaltstitels. Zusätzlich sollten die aufgenommenen Flüchtlinge auch offiziell als Flüchtlinge anerkannt werden. Der Paragraph, geschaffen für die Aufnahme jüdisch-russischer Kontingentflüchtlinge, würde das BAMF beteiligen und bietet Chancen für eine Lastenteilung zwischen Bund und Ländern.

Hier findet sich der entsprechende Gesetzestext.